Die Idee (erzählt von Dieter Falk)

Die Reformation ist einer der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes, sie hat die Entstehung der modernen Gesellschaft bis in unsere Zeit hinein beeinflusst. Die Reformation revolutionierte nicht nur das geistliche Leben; sie setzte Veränderungen in der Gesellschaft in Gang, in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik. Der freie Zugang zu Bildung wurde durch die Reformation angestoßen, die persönliche Freiheit des Einzelnen in Verantwortung vor Gott zum gesellschaftlichen Leitbild.
Die Idee ist es, die Grundanliegen der Reformation in einer zeitgemäßen, unterhaltsamen Form anhand der Person Martin Luthers für eine breite Öffentlichkeit zu erzählen. Dadurch entstand das "Pop-Oratorium Luther - Das Projekt der tausend Stimmen".

Nach dem Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ mit rund 15.000 mitwirkenden Sängerinnen und Sängern bei der Deutschland-Tour 2010-2012 und dem daraus entstandenen Bühnen-Musical „Moses“ (seit 2013 am Theater St. Gallen) ist das ein neues großes Stück Musik. Die musikalische Gestaltungsform des Oratoriums, also eines Singspiels mit wechselnden Solisten und einem übermächtigen Chor, ist so neu nicht. Vielen Menschen ist zum Beispiel Bachs grandioses Weihnachts-Oratorium geläu­fig. Das Genre Pop-Oratorium ist spätestens seit der Uraufführung von „Die 10 Gebote“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden.

Der große Chor – je Auftritt bis zu 3.000 Singende – steht auch beim neuen Stück von Librettist Michael Kunze und mir im Mittelpunkt. Der Chor stellt Fragen, kommentiert und ergreift Partei. Er tut dies immer sehr akzentuiert, mit kräftigen Anleihen an die Gospel- und Rock-Stilistik. Und natürlich finden sich – wie könnte es beim Thema LUTHER anders sein – Kirchen-Choräle, zum Teil auch neu arrangierte Originalchoräle des Wittenberger Reformators wieder. Der Theologieprofessor Martin Luther (1483- 1546) bietet dem Komponisten ein wunderbares Arbeitsfeld. Alle Biogra­fien beschreiben den ostdeutschen Augustinermönch als einen hartnäckigen, zuweilen sturen, aber auch von Selbstzweifeln und Ängsten geplagten Menschen, der die Welt – nicht nur die religiöse – nachhaltig verändert hat.

Luther ist eine Person mit Ecken und Kanten und somit bestens geeignet, um dazu passende Pop- und Rocksongs zu schreiben. Meine erneute Zusammenarbeit mit Michael Kunze begann im Winter 2013/14. Im Laufe der darauffolgenden zwölf Monate schickten wir ständig mp3-Dateien und Word-Dokumente zwischen Hamburg und Düsseldorf hin und her. Aus meinen 30 Demo- Songs wählte Michael 20 aus und entwickelte daraus das Gerüst des Pop-Oratoriums. Der Kanon „Am Anfang war das Wort“ (#2) übernimmt die immer wiederkehrende Choralfunktion im Oratorium. Einige andere Songs (zum Beispiel „Wer ist Martin Luther“ und „Gottes Kinder“) tauchen reprisenartig an einigen Punkten wieder auf und schließen den Kreis.
Nach dem Casting der Darsteller Ende Oktober 2014 trafen wir uns zu letzten Korrekturen, um die Kompositionen und das Libretto in der ersten Januarwoche 2015 fertigzustellen. Was bislang als Logic-Demos nur mit meinem eigenen Gesang existierte, musste nun als CD produziert werden. Nach einem Jahr Songwriting entwickelten sich die kommenden vier Monate der Produktionsphase als überaus arbeitsintensive Zeit. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass die vorliegende CD eine meiner aufwändigsten Musikproduktionen der letzten 20 Jahre ist. Das liegt vor allem am großen Titelaufwand mit vielen Beteiligten: 13 Solisten, ein starker Chor bestehend aus rund 120 Sängerinnen und Sängern, eine holländische Bigband, das Babelsberger Filmorchester und eine Band mit inländischen Studiomusikern – sie alle arbeiteten mit an knapp 90 Minuten Musik, die zum größten Teil im hauseigenen Studio entstanden. Parallel zur Vervollständigung des Musik-Puzzles mit den abwechslungsreichen Stimmen unserer großartigen Darsteller entspannten sich auch die Gesichtszüge meiner Familienmitglieder: Lang genug hatten sie mit meiner Stimme als Ein-Mann-Chor leben müssen – inklusive der Falsett gesungenen hohen Frauenstimmen.
Wie auch beim Vorgänger Pop-Oratorium habe ich mir die Freiheit genommen, „FALK & SONS“ einzubeziehen: Sohn Paul (18) war erstmals als Komponist von zwei Titeln aktiv und singt die Rolle des jugendlichen Kaisers Karl und der 20jährige Medizinstudent Max spielt als Drummer und Percussionist in der Band mit.

Nun wünsche ich dem geneigten Hörer viel Freude mit unserer Musik und einer spannenden Story über Martin Luther. Und wenn Ihnen die eine oder andere Melodie im Gehörgang „kleben“ bleibt, dann freuen wir Autoren uns mit Ihnen.


Herzlichst
Ihr Dieter Falk

Dem Evangelium glauben, löset von Sünden.

Martin Luther

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