P - Papst

Durch seine Romreise im Jahr 1511 hat sich Martin Luthers Bild vom Papsttum deutlich verdunkelt. Im Kern seiner Kritik stehen bald die päpstliche Prachtentfaltung und der damit in Zusammenhang stehende Ablasshandel, Sinnbild für einen Verrat an der freien Gnade Gottes. In seinen 95 Thesen über den Ablasshandel, die er 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg geheftet haben soll, die aber zweifelsfrei zur theologischen Debatte in der Universität verteilt wurden, will er Klarheit über folgende Fragen: „Warum macht der Papst nicht das Fegefeuer ganz leer? Und zware aus heiligster Liebe und um der höchsten Not der Seelen willen? Oder warum erbaut der Papst, der heute reicher ist als die reichsten Leute, nicht die Peterskirche mit seinem eigenen Geld?“ (Arnulf Zitelmann, „Widerrufen kann ich nicht“. Die Lebensgeschichte des Martin Luther. 1999, S. 76).

Luther Einstellung zum Papsttum ist eine wichtige Ausgangsfrage für seine Theologie. Für Protestanten ist der Papst nicht Stellvertreter Christi auf Erden, sondern ein Mensch wie jeder andere, auch in Glaubensfragen. Ihm kommt auch keine Schlüsselrolle zu, was das persönliche Seelenheil der Gläubigen angeht. „Kein Priester, Bischof oder Papst kann es einem Menschen abnehmen, mit Gott ins Reine zu kommen“, schreibt der Journalist Burkhard Weitz. Für Protestanten steht die unmittelbare Beziehung zwischen Gott, Mensch, Mitmensch an erster Stelle, erst dann kommen die kirchlichen Institutionen.

Die reformatorische Kritik am Papsttum wurde in Luthers Schrift „Von dem Papst zu Rom“ 1520 zuerst formuliert. Er argumentiert: Christi Reich sei nicht von dieser Welt, und auch das weltliche Regiment konzentriere sich nicht auf eine Spitze. Als Bibelkenner betont Luther, dass in dem Satz Jesu: „Du bist der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen“ keinesfalls ein Primat Petri über die anderen Apostel wurde.

Dem bösen Geist ist nicht wohl dabei, wenn man Worte Gottes im rechten Glauben singt oder predigt; er kann nicht bleiben, wo ein Herz geistlich fröhlich ist!

Martin Luther

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