I - Islam

Zur Zeit der Türkenkriege in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts versetzte die militärische Bedrohung durch Suleiman den Prächtigen das ganze Reich in Angst und Schrecken. Auch Luther befasste sich mit der Macht, wie auch der Prachtentfaltung des Sultans. Vor allem ging es ihm um die Frage, ob es Christen erlaubt ist oder sie gar verpflichtet sind, gegen die Türken zu beten – oder gar mit Waffengewalt gegen sie vorzugehen.

Dies thematisierte er in seinen Schriften von 1529, als die Truppen Suleimans II. vor Wien lagen. 1530, im Jahr der Hochzeit des Sultans, veröffentlichte Luther ein Vorwort zu einer Neuauflage des Buches "Sitten und Religion der Türken“. Er warnt darin die Leser vor der Illusion islamischer Frömmigkeit und Sittlichkeit. Unter anderem nimmt Luther Anstoß an der Gesetzlichkeit des Islam, an der Ablehnung der Erlösung durch das Kreuz, der Gottessohnschaft Christi und der Trinität. Die "Türken“ sind in seinen Augen "wie das Papsttum“, äußerlich glanzvoll, aber innerlich verdorben.

Als sich 1539 erneut die "Türkengefahr“ verdichtet und ihn Kurfürst Johannes Friedrich um eine Einschätzung bittet, erklärt Luther die Bedrohung zu einer Fügung Gottes und rät von jedem Kreuzzug ab. Er betont jedoch, dass auf Anforderung der Obrigkeit jeder Christ die Pflicht habe, an einem Verteidigungskrieg des christlichen Abendlandes teilzunehmen. Er sieht die Türkenkriege als einen Anlass zur religiösen Besinnung. In der "Vermahnung zum Gebet wider die Türken“ schreibt er 1541: „Was könnte denn uns Christen der Türke und alle Teufel tun? . . . Er kann uns ja das Leben weder geben noch nehmen. Denn das Leben ist uns schon vorher längst genommen am Anfang der Welt, im Paradies, durch Adams Sünde . . . Dagegen hat es uns Christus, unser Heiland, längst wiedergebracht.“ (Martin Luther, Schriften, hg. Karin Bornkamm, Bd. 4, 296).

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Martin Luther

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