F - Freiheit

Der Begriff der Freiheit ist einer der wichtigsten in Luthers Theologie und Glauben. Für ihn resultiert die Freiheit des Menschen aber nicht aus seiner Natur und aus der Schöpfungsordnung, die der Mensch kraft seiner Vernunft erkennt und erschließt, wie es Thomas von Aquin noch verstanden hat. Für Luther gründet die Freiheit in der Erfahrung des immer neuen befreienden Handelns Gottes durch die Verkündigung. Gottes Wort macht frei, und zwar von der Sorge um ihre eigene Rechtfertigung vor Gott. Nur eins ist wichtig: dass die Menschen „in Gottes Willen und in sein befreiendes Handeln einstimmen“ (Karl Heinz Voigt).

Luther schrieb: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan.“ Und weil diese Freiheit in Gott die Menschen auch zur Liebe zum Nächsten freimacht, schreibt Luther sofort im Anschluss den Satz: „Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Das Reich Christi besteht aus solchen, die da tragen, und aus solchen, die da getragen werden.

Martin Luther

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