Die Schöne und Luther

Sophie Berner spielt Lara, eine Marketenderin und Freundin Luthers. Eine Marketenderin verpflegte militärische Truppen mit Nahrung und Medizin. Sie verbrachte ihre Kindheit zusammen mit Martin.

Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt:

Frau Berner, wie sind Sie zu Gesang und Schauspielerei gekommen?

Als ich zwei oder drei Jahre alt war, war ich mit meiner Familie im einem Club Med. Beim Abendprogramm wurde gefragt, wer gerne etwas aufführen möchte: Ich habe mich gemeldet und eine Version von „Frère Jacques“ gebracht. Danach hat es mich nicht mehr losgelassen: Wo immer es eine Aufführung gab, war ich dabei. Mir wurde schnell klar: Das ist meine Leidenschaft!

Und wie kam es zum Engagement bei Luther?

Im Grunde über das Casting zu „Moses – Die 10 Gebote“ am Theater St. Gallen. Ich spielte dort die Rolle der Ziporah (Moses Frau) und lernte Dieter Falk und Michael Kunze kennen. Die beiden haben mich dann gefragt, ob ich auch bei Luther dabei sein möchte. Das hat mich sehr gefreut.

Sie spielen die Marketenderin Lara, die Martin Luther aus seiner Kindheit kennt. Wie stehen Sie persönlich zur historischen Figur Luther?

Ich bin nicht religiös aufgewachsen. Dadurch habe ich mich erst spät tiefer mit der historischen Figur auseinander gesetzt – im Grunde genommen erst richtig durch das Stück. Heute kann ich sagen, dass Luther eine wahnsinnig spannende Persönlichkeit ist: ein Revolutionär, ein Mensch, der unglaubliche Ideen umsetzte. Stellen Sie sich einmal vor: Da steht einer auf und ruft den Menschen zu, dass sie sich nicht von Sünden freikaufen können! Das hat vielen nicht gefallen, nämlich all jenen, die am Ablasshandel verdienten und die Menschen dumm hielten. Denen hat Martin Luther sein „Selber denken!“ entgegen gestellt.

In dem Stück „Mut“ singen Sie „Gott liebt dich – so wie du bist“. Glauben Sie persönlich an Gott? Wie sieht Ihr Glaube aus?

Ich glaube daran, dass man selber denken sollte und an die Liebe. Jeder Mensch darf aus meiner Sicht seinen Glauben haben. Wichtig ist mir nur, dass alles Handeln im Sinne der Liebe geschieht: Dann kann sehr viel Gutes auf der Welt entstehen.

Die Aufführungen beginnen bald. Freuen Sie sich schon oder sind Sie trotz aller Berufserfahrung auch immer noch ein wenig nervös?

Nervosität ist immer im Spiel – oder sagen wir besser „freudige Aufregung“! Das kann mal mehr, mal weniger sein. Bei Luther sind die Dimensionen natürlich riesig: Chöre mit bis zu 2.500 Sängern, ein Publikum von fast 100.000 Menschen bundesweit. Das ist viel mehr als ich bislang erlebt habe. Aber gerade deshalb freue ich mich auf die Aufführungen: Es ist eine gewaltige Kraft, einen solchen Chor im Rücken zu haben und mit ihm gemeinsam zu singen. Und vom Publikum kommt ein gewaltiges Feedback zurück. Das ist fast wie Heilung und zeigt, es stimmt: „Singen ist gesund“ – genau so, wie es auf diesen Postkarten* steht. 

(*Anmerkung der Redaktion: Die Postkarten „Singen ist gesund“ werden bei den jetzt beginnenden Regionalproben gratis verteilt)

Frau Berner, wir danken für das Interview!

Dem bösen Geist ist nicht wohl dabei, wenn man Worte Gottes im rechten Glauben singt oder predigt; er kann nicht bleiben, wo ein Herz geistlich fröhlich ist!

Martin Luther

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